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Gerüst mieten samt Auf- und Abbau

Einfamilienhaus mit neuem Blechdach und vollständig eingerüsteter Traufseite, Gerüstlagen mit Geländer und Leiteraufgang

Ein Gerüst mieten heißt in der Praxis: Ein Gerüstbauer bringt es, stellt es auf, lässt es prüfen und baut es wieder ab. Aufstellen dürfen es nur geeignete, mit diesen Arbeiten vertraute Personen (BauV § 60). Fassadengerüst oder Dachfanggerüst beauftragen Sie bei Blechline, aufgestellt wird es von einem sorgfältig ausgewählten Gerüstbauer aus unserem Partnerkreis.

Ausführlich

Welche Gerüstart Sie brauchen

  • Fassadengerüst: das Arbeitsgerüst entlang der Hauswand, für Fassade, Rinne und Traufe. Die Normen dazu sind ÖNORM EN 12811-1 für Arbeitsgerüste und ÖNORM EN 12810-1 für Fassadengerüste aus vorgefertigten Bauteilen.
  • Schutzgerüst: fängt Personen oder Material auf, statt als Arbeitsfläche zu dienen. Das Dachfanggerüst ist die Form davon fürs Dach.
  • Dachfanggerüst: steht an der Traufe und fängt auf, wer vom Steildach rutscht, siehe unten.
  • Passagengerüst: lässt unten einen Durchgang frei, etwa über einem Gehsteig oder Eingang.
  • Rollgerüst: fahrbar, für kleinere Arbeiten auf ebenem Boden.

Arten, Verwendung und Belastung von Gerüsten beschreibt die ÖNORM B 4007. Welche Art und welche Last Ihr Vorhaben braucht, legt der Gerüstbauer fest.

Gerüst, Hubsteiger oder Netz? Für eine kurze Arbeit an einer Stelle reicht oft ein Hubsteiger. Wo weder Gerüst noch Geländer möglich ist, etwa unter Lichtbändern oder an Öffnungen, kommt ein Netz infrage, siehe Absturzsicherung. Das Gerüst ist die Lösung, wenn länger gearbeitet wird und Sie entlang der ganzen Hausseite eine feste Arbeitsfläche brauchen.

Wann Sie ein Dachfanggerüst brauchen

Bei Dächern über 20 Grad Neigung und mehr als 3,00 m Absturzhöhe verlangt die Bauarbeiterschutzverordnung (BauV) in § 87 Abs. 3 eine Schutzeinrichtung wie das Dachfanggerüst; bei glatter, nasser oder vereister Dachhaut auch bei flacheren Dächern. § 88 nennt die Maße: Die Schutzwand ist mindestens 1,00 m hoch, ihr oberer Rand mindestens 60 cm von der Dachfläche entfernt, der Belag liegt bei Arbeiten am Dachsaum höchstens 1,50 m darunter, und das Gerüst steht seitlich mindestens 2,00 m über die Arbeitsstelle hinaus. Die Schutzwand besteht aus Brettern oder Netzen mit höchstens 10 cm Maschenweite. Bei flachen Dächern ist meist die Dachrandsicherung mit Seitenschutz die passende Lösung. Das ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung.

Wer aufbaut, wer prüft, und was der Spengler wissen muss

Aufstellen, wesentlich ändern und abtragen dürfen ein Gerüst nur geeignete und mit diesen Arbeiten vertraute Personen (§ 60 Abs. 6). Nach der Fertigstellung lässt der Aufsteller das Gerüst von einer fachkundigen Person prüfen (§ 61 Abs. 1). Wer darauf arbeitet, lässt es vor der ersten Benützung, nach längeren Unterbrechungen und nach Sturm, starkem Regen oder Frost auf offensichtliche Mängel prüfen, Systemgerüste mindestens einmal im Monat, andere Gerüste mindestens einmal in der Woche (§ 61 Abs. 2). Bekommt das Gerüst Netze oder Planen, rechnet der Gerüstbauer den zusätzlichen Winddruck ein (§ 55 Abs. 4).

Für Spengler wichtig: Verankert werden darf ein Gerüst nicht an Schneefangrechen, Blitzableitern, Dachrinnen, Fallrohren, Fensterrahmen oder nicht tragfähigen Fensterpfeilern (§ 55 Abs. 5). Kommen neue Dachrinnen und Fallrohre oder Kantteile an die Fassade, sagen Sie uns vorher, wo sie sitzen werden; wir geben es an den Gerüstbauer weiter. Steht das Gerüst auf Gehsteig oder Straße und behindert den Verkehr, braucht es eine Bewilligung nach § 90 StVO, zu beantragen bei Bezirkshauptmannschaft oder Gemeinde. Ob der Antrag im Auftrag enthalten ist, steht in unserem Angebot; planen Sie ihn rechtzeitig ein.

Wer Ihren Auftrag übernimmt und wer ihn ausführt

Wir übernehmen Ihren Auftrag, ausgeführt wird er von einem sorgfältig ausgewählten Gerüstbauer aus unserem Partnerkreis. Anfragen, die werktags bis 15:00 Uhr eingehen, beantworten wir am selben Tag. Nach dem Auftrag plant der Gerüstbauer das Gerüst, stellt es auf, prüft es und baut es wieder ab. Was es kostet, hängt von Fläche, Standzeit, Auf- und Abbau, Transport, Netzen oder Planen und einer allfälligen Bewilligung ab; Angebot und Rechnung bekommen Sie von uns.

Was wir für ein Angebot von Ihnen brauchen

Ungefähre Angaben genügen für den Anfang. Pflicht sind nur Ort, Ihre Nachricht und Ihr Kontakt.

  • Ort oder PLZ der Baustelle
  • Gebäudehöhe, bei einem Steildach die Traufhöhe
  • Dachform und Dachneigung, und ob ein Dachfanggerüst gebraucht wird
  • Länge der Hausseiten, die eingerüstet werden sollen
  • Zeitraum und wie lange das Gerüst stehen soll
  • Zufahrt, Untergrund und Platz neben dem Haus, und ob Gehsteig oder Straße betroffen sind
  • Fotos vom Haus als Datei, wenn Sie welche haben

Gut zu wissen

Häufige Fragen

Was kostet ein Gerüst für ein Einfamilienhaus, und wovon hängt es ab?

Einen Betrag nennen wir hier nicht, er steht in unserem Angebot. Er hängt ab von der eingerüsteten Fläche, der Standzeit, Auf- und Abbau, dem Transport, Netzen oder Planen, einem Dachfanggerüst und einer allfälligen Bewilligung für Gehsteig oder Straße.

Brauche ich eine Bewilligung, wenn das Gerüst auf dem Gehsteig steht?

Wenn es auf oder neben der Straße den Verkehr beeinträchtigt, ja: nach § 90 StVO, beantragt bei Bezirkshauptmannschaft oder Gemeinde. Planen Sie das rechtzeitig ein; ob der Antrag im Auftrag enthalten ist, steht in unserem Angebot.

Wer prüft ein Gerüst, bevor man hinaufsteigt?

Nach dem Aufbau eine fachkundige Person des Aufstellers. Wer darauf arbeitet, lässt es vor der ersten Benützung und nach Schlechtwetter auf offensichtliche Mängel prüfen (BauV § 61).

Wann brauche ich ein Dachfanggerüst?

Bei Dächern über 20 Grad Neigung und mehr als 3,00 m Absturzhöhe, bei glatter, nasser oder vereister Dachhaut auch bei flacheren Dächern (BauV § 87 Abs. 3). Das ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung.

Brauche ich für die Dachrinne ein Gerüst oder reicht ein Hubsteiger?

Für eine Reparatur an einer Stelle reicht oft ein Hubsteiger. Für eine neue Rinne über die ganze Hausseite ist ein Gerüst meist die bessere Arbeitsfläche.

Wer stellt das Gerüst auf, und wer ist mein Vertragspartner?

Aufgestellt wird es von einem sorgfältig ausgewählten Gerüstbauer aus unserem Partnerkreis. Ihr Vertragspartner ist Blechline: Angebot, Abnahme und Rechnung laufen über uns.

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